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Geschichte

Kurze Geschichte der Gemeinde Risch



Die ältesten Siedlungsspuren in den flachen Bereichen des Seeufers bei Oberrisch, Buonas und Zwijern stammen aus der Pfyner Kultur (3800-5800 v.Chr.). Beim Bau des Golfplatzes in Holzhäusern gelang nebst dem Fund römischer Urnengräber auch der Nachweis zweier Siedlungsplätze der Bronzezeit. Das Frühmittelalter ist durch die Spuren einer der ältesten Kirchen des Kantons Zug belegt. Unter der heutigen barocken Kirche St. Verena von 1680-1684 befinden sich die Fundamente eines wahrscheinlich bereits im 8. Jh. errichteten Gotteshauses.

Mehr landeinwärts auf den Hügeln und Halden im Süden und Westen des Gemeindegebietes lassen die Weilernamen Berchtwil, Küntwil und Ibikon auf alemannische Siedler schliessen. Etwa um das Jahr 1000 tauchen die ersten Grundherrschaften auf. Aus der Hand der ältesten Habsburger Grafen kamen Dersbach und Zwijern mit dem damaligen Hof Gangolfswil an das Kloster Muri, das hier die ertragreichen Fischenzen nutzte, später aber auch Eigenrechte an der Kirche Risch besass. Papst Hadrian IV. stellte dem Kloster Muri mit namentlicher Erwähnung der Kirche Risch am 28. März 1159 einen Schutzbrief aus. Ein Rodel um 1380 weist dem Kloster weitere Güter in Holzhäusern, Berchtwil, Binzrain, Alznach und Buonas aus. Im Jahre 1486 veräusserte das Kloster Muri seine Besitztümer in der heutigen Gemeinde Risch an die Bürger der Stadt Zug. Mit den schon früher besessenen Gütern zusammen wurde daraus die städtische Vogtei Gangolfswil, welche jedes Jahr einem anderen Obervogt unterstellt war.

Fast gleichzeitig wie die geistliche Herrschaft des Klosters Muri begegnen uns die Ritter von Buonas in den Urkunden. Ihre Burg mag im 11. Jh. erbaut worden sein. Ulrich von Hertenstein heiratete Adelheide von Buonas, die letzte Vertreterin der Ritter. Damit waren die Herren von Hertenstein von ca. 1250 bis 1654 Besitzer und Gerichtsherren von Buonas. Schultheiss Jakob von Hertenstein baute das 1478 abgebrannte Schloss in den Jahren 1494 bis 1498 wieder neu auf, so wie es sich heute präsentiert. Durch Einheirat lösten die Schwytzer von Luzern die Hertenstein ab. 1782 kauften die zwei Stadtzuger Wolfgang Damian Bossard und Blasius Landtwing die Herrschaft Buonas. Der militärische Eingriff Frankreichs von 1798 beseitigte die Untertanenverhältnisse und machte die Bahn frei für den Zusammenschluss der Vogtei Gangolfswil und der Herrschaft Buonas zur politischen Gemeinde Risch. Das Wappen übernahm diese von der ehemaligen Vogtei Gangolfswil: den Baum mit ansteigendem Luchs auf einem Dreiberg.

Der Hauptort Rotkreuz entwickelte sich als Folge des Bahnbaues erst in den letzten 150 Jahren.

Weitere Informationen sind zu entnehmen aus dem Buch:
Risch, Geschichte der Gemeinde, Richard Hediger.

Zum Bestellen: Buch: Risch, Geschichte der Gemeinde


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