Häuser am Weg- Wohnhaus Breiten
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| Beschreibung Wohnhaus Breiten Der Hof Oberbreiten gehörte um 1813 Kirchmeier Michael Kleichmann. Der Gebäudebestand setzte sich damals aus einem Wohnhaus, zwei Scheunen, einem Schweinestall mit Trotte sowie einer Brenn- und Waschhütte zusammen. Heute erscheint das frischrenovierte Haus mit den umlaufenden Vordächern an Stelle von seitlichen Lauben als ein nicht sonderlich altes Gebäude. Es weist jedoch eine wesentlich ältere Entstehungsgeschichte auf. Auf einer Kammerinnenwand im zweiten Obergeschoss befindet sich die aufgemalte Jahreszahl 1639. Ausserdem existiert eine Tür mit altertümlichen Pfosten, die einst als Ausgang auf eine Laube diente. Um 1788 sowie bei der Hofübergabe an Alois Knüsel im Jahre 1914 hat man die Stube neu ausgestaltet. Schreiner Johann Villiger aus Hünenberg fertigte neue Türen an, die er stilistisch an vorhandene, ältere Täfer anpasste. Auch in der Umgebung des Hauses geschahen zwischen 1896 und 1918 bauliche Veränderungen: 1896 wurde die alte Hofscheune durch einen Neubau ersetzt, 1903 der Schweinestall abgetragen und 1918 ein Bienenhaus sowie ein sogenannter Tresterstöcklibar, ein luftiges Trockengestell für die zu Zylindern gepressten Obstabfälle errichtet. Der Trester nimmt den Weg von der Mosttrotte in den Brennhafen, wo der Träscht destilliert und Branntwein hergestellt wird. Der ausgekochte Trester wird schliesslich zu „Stöckli“ geformt, getrocknet und als Feuerungsmaterial verwendet. | ||
| Karte_Breiten.pdf (45.1 kB) |
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